Rippers

Die Wege des Herrn sind unergründlich

16. Mai 1892

Liebes Tagebuch,
dass Albträume mich heimsuchen ist durchaus keine Neuigkeit, aber in letzter Zeit häufen sie sich und ich kann mich nicht entsinnen je den gleichen Traum wieder und wieder geträumt zu haben.
In diesem Traum befinde ich mich in einem dunklen Raum ohne Türklinke. Das Gefühl von Panik überkommt mich als ich hoffnungslos versuche einen Ausweg zu finden. Alles kommt mir so…so groß vor, wie als wäre ich klein wie ein Kind. Von draußen dringen Kampfgeräusche und ich möchte nachsehen. Ich habe Angst herauszufinden was vor sich geht, doch als ich vor der Tür stehe, öffnet sie sich langsam. Bevor ich jedoch sehen kann was hinter der Tür vor sich geht falle ich in Ohnmacht und wache wieder auf.

Jedes mal wenn ich aus der Traumwelt in die richtige Welt zurück komme brauche ich einen Moment um zu realisieren, dass all das nur ein Traum war und fühle die Panik wie als wäre sie echt. Es beschäftigt mich sehr, aber ich möchte meine Teamkameraden nicht damit belasten. Ich möchte nicht, dass sie mich für verrückt halten. (Was an sich ja schon verrückt genug ist.)

Gleich nachdem ich aufwachte hat man mich darauf hingewiesen, dass wir zu Theodore Anderson’s Turnier eingeladen waren. Das war mir komplett entfallen und ich war ehrlich gesagt nicht sonderlich erpicht darauf den Mann zu treffen. Bei unserer letzten Zusammenkunft schien er mich nicht sonderlich zu mögen. Außerdem war ich müde und etwas schreckhaft aber der Tag erwies sich als ereignisreicher als gedacht.

Als wir zu Mr Anderson’s Anwesen kamen war ich überwältigt von der Größe des Anwesens und der Größe der Gesellschaft. Viele Männer und Frauen aus aller Welt waren zusammengekommen um dem privaten Turnier beizuwohnen. Ein großer Holzpavillion war für die Zuschauer aufgebaut worden und wir alle machten es uns dort gemütlich. Natürlich feuerten wir Hugh an, der beschlossen hatte bei dem Schießturnier mitzumachen. (Nikolai setzte sich freiwillig der Blamage aus, weswegen ich kein Mitleid mit ihm hatte.) Außer ihm nahmen noch drei Männer und eine Frau teil: Theodore Carper, Vivian Hall, Thomas Green und William Evans welcher letztendlich drei mal in die Mitte traf und somit das Turnier gewann. Hugh gewann – glaube ich – die wunderschöne Pistole als er den dritten Platz belegte. Ganz sicher bin ich mir leider nicht mehr, da ich durch den Schlafmangel und all der Aufregung ganz verwirrt bin…

Nachdem das Turnier vorüber war stellte uns Mr Anderson einen jungen Medizinstudenten vor. David Cook, ein möglicher Anwärter bei den Rippers, der derzeit in Aberdeen studiert. Doktor Warrington vertiefte sich sofort in ein Fachgespräch bei dem ich mich leider ausklinken musste, da ich nicht sonderlich viel davon verstand.

Ich wollte gerade zu Nikolai gehen um ihn darauf hinzuweisen, dass Vielweiberei eine Sünde ist als mir plötzlich etwas in die Tasche gesteckt wurde. Als ich nachsah fand ich einen Brief der mir einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Wenn ich nur daran denke wird mir wieder übel und klamm.
Mr Anderson hatte mir den Brief zukommen lassen und mich gebeten die Sache geheim zu halten. Ich fühle mich furchtbar Geheimnisse vor meinen Kollegen zu hüten, doch wenn Mr Anderson recht hat, muss ich so vorsichtig sein wie ich nur kann und früher oder später löst sich sein Verdacht vielleicht in wohlgefallen auf…
Wie in dem Brief empfohlen ging ich in die Waschküche, wo ich einen Dolch aus Kalteisen vorfand. Ein Geschenk von Mr Anderson um etwas zu meinem Schutz beizutragen. Wenn ich mir die Waffe so ansehe wird mir ganz übel. Sie steht für die Geheimnisse die ich nun vor meinen Gefährten hüte und ich weiß nicht, ob mir das gefällt.

Ich glaube, Nikolai hat etwas gemerkt, denn als ich aus der Waschküche zurück kam sprach er mich darauf an, dass ich zitterte und bleich war. Glücklicherweise konnte ich von mir ablenken, denn Willaim Evans der den ersten Platz gemacht hatte war auf Hugh zugekommen und hatte ihn für sein Können gelobt und ihn zum Essen bei sich zu Hause eingeladen. Außerdem lernten wir die vierzigjährige Minna Haas aus Österreich kennen, welche Mr Anderson schon länger kennt und als Chemikerin tätig ist.

Heute Abend erhielten wir außerdem ein Telegramm von Emil White. Ich weiß leider nicht, wie genau er mit uns in Verbindung steht (das organisatorische liegt mir leider überhaupt nicht…!), aber wir werden nun wohl nach Frankreich reisen müssen um dort weiteren Geheimnissen auf die Spur zu gehen. (Jetzt wo ich darüber nachdenke…White ist auch der Name der Verlobten von unserem Freund Hugh. Ob sie wohl verwandt sind?)
Morgen (17. Mai) werden wir abreisen und ich werde nun noch ein paar wenige Habseligkeiten packen.
Ich bin leider zu besorgt um mich auf das neue Land zu freuen…

19. Mai 1892

Es ist mitten in der Nacht. Wir sind gerade auf dem Weg nach Marseille und wieder einmal hat mich ein Albtraum heimgesucht. Derselbe. Schon wieder. Doch diesmal ging er ein wenig weiter.
Es war wieder dieser Raum, so groß und dunkel. Und wieder war da diese Tür. Aber diesmal verlor ich nicht das Bewusstsein. Stattdessen stand mir ein Junge gegenüber. Ich war ungefähr so groß wie er und er kam mir bekannt vor. Er war von oben bis unten mit Blut verschmiert. Was hat das nur zu Bedeuten…? Ist es eine Strafe Gottes für eine Untat die ich begangen habe…? Ich kann nicht schlafen…

21. Mai 1892

Wir sind noch immer auf dem Schiff. Heute saßen wir alle zusammen im Boardrestaurant als Hugh einfiel, dass er sich heute mit Mr Evans zum Abendessen treffen wollte. Hoffentlich ist er nicht wütend auf ihn…

24. Mai 1892

Heute sind wir in Arques angekommen. Es ist ein so winziges Dorf, noch kleiner als das in dem ich aufgewachsen bin. Maximal 150 Menschen leben hier und französisch ist solch eine lustige Sprache! Leider war das das einzig Amüsante das uns heute widerfahren ist. Inzwischen hatte ich erfahren, dass Emil White tatsächlich der Onkel von Miss White ist…oder war.

Wir waren zu der Mr White’s Anwesen gegangen, doch niemand hatte uns die Tür geöffnet. Nachdem wir einen Weg hinein gesucht hatten stellten wir fest, dass die Tür überhaupt nicht verschlossen gewesen war. Zwar gab es keine Anzeichen für einen Kampf, aber das erschien uns doch überaus merkwürdig. Wir hatten also beschlossen das Haus zu durchsuchen und waren dabei auf die Visitenkarte eines kleinen Bücherladens gestoßen. Wir beschlossen uns aufzuteilen, da Mr White nach mehreren Stunden des Wartens noch immer nicht zurück gekehrt war. Nikolai, Doktor Doyle und ich machten uns auf den Weg zu dem kleinen Bücherladen „Livres D’Arcanum“, während Hugh und Doktor Warrington die Polizeistation aufsuchten. Da der Buchladen geschlossen hatte beschlossen wir den anderen zur Polizeistation zu folgen, was eine gute Idee gewesen war, wie sich herausstellte, denn Kilian war der Einzige, der die Sprache der Franzosen beherrschte, während diese sich dahingehend weigerten ein bisschen Englisch zu sprechen. (Verrückt…!)
Letztendlich fanden wir heraus, dass Mr White verfolgt wurde. Leider konnten uns die Polizisten nicht weiter helfen was seinen Verbleib anging, doch er wurde wohl zuletzt in der Nähe der gemiedenen Kirche der Blanc-Font Familie gesichtet. Als ich Kilian darum bat zu fragen weshalb die Kirche gemieden wurde, bekamen wir die Antwort, dass dort wohl schwarze Magie vorherrschte.

Als wir zurück in das Anwesen kamen durchsuchten wir erneut das Anwesen, dieses mal gründlicher. Dabei fand Hugh das Tagebuch von Mr White in der Schublade seines Sekretärs. Es enthielt hauptsächlich Zeichnungen deren Landschaft große Ähnlichkeit mit der von Arques aufwies. Außerdem beinhaltete es eine Zeichnung, die dem Dämon Bahomet sehr nahe kam.

Wir versuchten unser Glück erneut im Buchladen während dieses mal Nikolai und Doktor Warrington zurück blieben um vor Ort zu sein wenn Mr White vielleicht doch zurückkehren würde.
Als wir dort ankamen fanden wir eine ältere Dame namens Madame Edith hinter der Theke vor, welche deutlich entsetzt darüber zu sein schien als wir ihr mitteilten, dass Mr White nirgendwo auffindbar war. Sie betitelte sich selbst als guten Freund von Mr White und erzählte uns, dass er sich für ein Buch mit dem Titel „The true history of the poor knights of Christ and the temple of Salomon“ interessiert hatte. Es handelt sich dabei offenbar um eine mitelalterliche Abhandlung die den Kult der Templer in Verruf bringt. Wir konnten dem Buch zudem entnehmen, dass die Templer Baphomet als ihren Gott verehren und dass er für sie der ‘Wegbereiter’ ist. Zudem wurde ein Ritual zur Beschwörung eines dunklen Gottes beschrieben das uns nun großes Kopfzerbrechen bereitet… Was noch viel schlimmer ist ist, dass in diesem Buch zwei alte Templerfamilien erwähnt werden: Hautepoul und Blanc-Font, wobei uns letzteres nun auch vertraut vorkam.
Letztendlich erwies sich die nette Dame nicht nur als durchaus hilfsbereit sondern auch als nützlich, denn sie erklärte uns wo sich die Kirche der Familie Blanc-Font befand bei der Mr White zuletzt gesehen wurde.

Leider ereilte uns dann heute Abend die schreckliche Nachricht in Form eines Telegramms: Mr White wurde erhängt in einem Hotel in Marseille aufgefunden…

27. Mai 1892

So vieles ist passiert, liebes Tagebuch, und ich finde kaum die Worte die ich benötige, um all das Schreckliche der vergangenen Tage niederzuschreiben. Ich fühle mich, als wäre es noch zu früh um davon zu erzählen, fühle mich respektlos und hilflos und doch weiß ich nicht, wem ich mich sonst anvertrauen soll ohne zu viel Preis zu geben…

In der Nacht des 25. Mais hatten wir uns dazu entschlossen uns auf den Weg zur Kirche der Familie Blanc-Font zu machen. In der Nähe der Kirche befindet sich ein Turm (an die 60 Fuß hoch) den wir zuerst unter die Lupe nahmen. Doch wir konnten nichts finden außer einem Schild das besagte, dass die Renovierungen des Turmes von der Familie Houtpoul durchgeführt wurde. Erneut ein Name aus diesem Buch.

Nikolai hatte unterdessen Ausgrabungswerkzeug gefunden mit dem wir in die Crypta vordringen konnten. Dort waren drei große Steinsärge vor langer Zeit zurückgelassen worden und ich half Nikolai einen davon zu öffnen, ohne darüber nachzudenken. Noch während ich ihm half fühlte ich mich plötzlich schwach und kränklich, wie als hätte man mir einen großen Teil dessen genommen, das mich ausmacht und mir wurde schlagartig klar, was für eine Sünde ich gerade begangen hatte. Ich hatte die Totenruhe gestört, eine Sünde die Gott nicht übersehen konnte und mir sofort einen großen Anteil meiner Kräfte raubte. Wie konnte mir so ein Fehler unterlaufen? Es ist unfassbar…die Geschehnisse der letzten Tage ließen mich nachlässig werden, zum Sünder und Frevler. Ich kann nur hoffen, dass Gott Gnade mit mir walten lassen wird…

In der Crypta hatten wir einen Tunnel vorgefunden den wir freigraben mussten. Letztendlich führte uns der Tunnel in einen großen kreisrunden Raum welcher in fünf weitere Tunnel mündete. Alles was wir in diesem hohen Raum vorfanden war eine Treppe nach oben, welche aber nirgendwohin führte, eine Säule mit der Inschrift „Seed of the head“ und eine Holzkiste welche ein altes, zerfallenes Buch , einen Silberdolch und eine alte, vergilbte Templerrobe enthielt.
Plötzlich ertönte dieses Geräusch aus allen Tunneln und Goliath wurde unruhig und regelrecht panisch. Er floh, und kurz nachdem er entkommen war gab es eine Explosion und der Tunnel den wir zuvor noch freigeschaufelt hatten wurde wieder verschüttet.

Ehe wir uns versahen waren wir umzingelt von zehn Gestalten die krabbelnd und schreiend auf uns zugekommen waren. Sie waren teilweise in alte Templerroben gekleidet. Ihre Haut war ledrig, ihre Augen waren pupillenlos und ein atemberaubender Gestank füllte den Raum. Es waren Männer und Frauen. Ihre Finger hatten keine Fingerkuppen und ihre Hände glichen Krallen. Noch nie hatte ich so etwas fürchterliches gesehen, doch ich hatte von diesen Wesen gehört: Ghule.

Ein Kampf entfachte.
…es fällt mir immer schwerer darüber zu schreiben…
Aber…Nikolai tötete einen von ihnen. Kaltes Eisen war wirkungslos gegen sie…
Ich weiß nicht mehr…
Ich glaube gleich nach dem ersten Verlust der gegnerischen Fronten begann diese Frau zu singen. Es ließ mir die Haare zu Berge stehen. Dank meines Wissens bezüglich des Okkulten und meinem Talent für Latein verstand ich sofort, was diese Frau sang: Sie beschrieb uns den anderen Gegnern. Natürlich teilte ich das sofort meinen Mitstreitern mit und Hugh schoss auf die Frau…ohne Erfolg. Die Kugel blieb einfach stecken.

Ich versuchte all meine Macht aufzubringen die mir geblieben war. Gott hatte mir nicht alles genommen und ich versuchte mich würdig zu erweisen. Ich glaube, ich hatte noch nie ein solch großes Wunder heraufbeschworen, doch auch dieser Versuch blieb erfolglos. Einer der Handlanger der Frau warf sich in das Schussfeld und schützte sie so vor jeglichem Schaden. Von dem Ghul selbst blieb nichts als Staub.
Doch um noch alles schlimmer zu machen erschienen über der Frau fünf geflügelte Wesen, welche keine menschlichen Züge mehr aufzeigten.

Meine Kameraden wurden verletzt. Sie alle kämpften um unser aller Leben mit allem was sie aufbringen konnten. Doktor Warrington tötete manche mit einer Feuerwelle. Hugh tötete zwei zugleich. Kilian und ich töteten einen nach dem anderen. Es sah gut aus. Wieso…wieso war das nicht genug? Das Blatt wendete sich…

Ich weiß nicht mehr, was genau passierte. Ich weiß nur, dass Kilian und ich diejenigen waren, die mit der bloßen Erschöpfung und einer leichten Wunde davon gekommen waren. Hugh wurde paralysiert…sein rechter Arm ist durch das Gift der Ghule erlahmt…der Arzt sagt es wäre nur temporär. Nikolai kam gerade so mit dem Leben davon. Er hatte einige Wunden, welche in der Summe wohl lebensbedrohlich hätten sein können. Ich war erschöpft und durch meine Sünde geschwächt…ich konnte nicht viel für ihn tun, außer die Blutung etwas zu stillen. Sein Leben war erst einmal sicher. Aber…

Aber Doktor Warrington. Wir…ich…wir waren zu spät…er lag auf dem Boden, so blass und ich konnte keinen Atem spüren. Wir hatten den Leichenstaub der ihm das Leben hätte retten müssen aber…aber es war nutzlos…

Unser geliebter Kamerad Doktor Edward Warrington verstarb in der Nacht des 25. Mais 1892.

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Ein Deutscher, ein Russe und ein Priester gehen in eine Bar...

Liebes Notizbuch,
mein Kopf tut unheimlich weh…
Es fällt mir sehr schwer mich an die Geschehnisse des Vortages zu erinnern. Ich weiß noch wie Nikolai und Uli mich dazu überredet haben mit in die Stadt zu kommen. Die Einladung klang zwar nicht sonderlich…nun…verlockend, aber durchaus verlockender als die Vorstellung alleine mit Leon in der Loge zu bleiben. Mehr oder weniger glücklicherweise (?) hat Kilian ihn nicht mit genommen. Hugh, Doktor Warrington und er sind auf einer Mission bei dem der ‘Pöbel’ unerwünscht ist. Wir hätten sie nur auffliegen lassen. Vor allem Leon der keinerlei Stress aushält hätte sie wohl verraten. Obwohl die Loge groß genug für uns beide ist (mehr als groß genug) war ich dennoch froh die Möglichkeit zu bekommen etwas anderes zu tun als dort alleine herumzusitzen und mir das Gejammer dieses Mannes anzuhören.

So viel dazu.
Ich erinnere mich noch daran wie wir in diesen Pub gegangen sind…wie der hieß? Ich weiß nicht mehr…
Ich weiß noch wie wir am Tisch saßen und Nikolai mir ein Bier bestellt hat. Das Gesöff hat mir gar nicht geschmeckt und Uli bezeichnete es als Beleidigung für den Gaumen. Er sprach davon wie gut deutsches Bier im Vergleich zu dem ist was dieser schottische Pub zu bieten hatte woraufhin er kurzerhand deutsches Bier unter dem Tisch verteilte. Wieso er das überall mit hinschleppte…nun, ich weiß es nicht, aber es schmeckte auf jeden Fall ein wenig besser als diese Plörre.

Ab da begann alles etwas schwammig zu werden…
Ich weiß noch wie Nikolai eine Menge Geld beim Glücksspiel gewonnen hatte. Der Mann der ihn herausgefordert hatte schien nicht so erfreut zu sein als ich plötzlich begann ihn lauthals auszulachen. (Ich weiß nicht genau woher diese Gehässigkeit kam aber ich konnte mich wirklich nicht zusammenreißen…außerdem war sein Gesichtsausdruck einfach viel zu lustig!)
Dunkel erinnere ich mich daran dass der Wirt uns hochkant aus dem Pub geschmissen hat…ich weiß nicht mehr wer es war, aber einer der anderen hat mit einem Stein das Fenster eingeworfen…
Ehe ich mich versah zerrte mich jemand auf die Beine und rannte los. Ich rannte einfach hinterher, lachend, weil das alles so unheimlich komisch war. (War es nicht. Ich weiß nicht wieso ich gelacht habe.)

Wir rannten bis wir am Hafen ankamen. Ich weiß nicht wieso, aber wir gingen in ein Hotel mit einem nicht sonderlich einladend klingendem Namen. Vermutlich weil der Hafen ziemlich weit weg von unserer Loge ist und es schon spät war. Die anderen waren wohl schon müde. Ich nicht, ich war hellwach und wollte noch mehr von Ulis Bier, auch wenn es mir gar nicht geschmeckt hatte. Jedenfalls war das „Wet Hole“ ein Hotel wie ich es noch nie gesehen hatte. Im inneren waren nur gedämmte Lichter und überall lagen Kissen herum. Es roch widerlich und ich erschrak regelrecht als ich sah dass alle Frauen kaum bekleidet waren.
Obwohl mir etwas unwohl zu Mute war konnte ich nicht aufhören zu kichern. Nikolai erzählte irgendetwas von wegen dass er uns zu irgendetwas einladen würde und gab das ganze Geld das er gewonnen hatte aus. Ich dachte er meinte damit dass er uns ein Zimmer spendieren würde. Stattdessen kamen fünf Damen auf uns zu, zwei zu Uli, zwei zu Nikolai. Der Russe schickte eine der fünf Damen zu mir. Eine Frau wie sie hatte ich noch nie gesehen. Braune Haut, nahezu schwarz, dunkles Haar, dunkle Augen…eine dunkle Schönheit.

Ich verstand nicht ganz was sie wollte denn plötzlich setzte sie sich einfach auf meinen Schoß. Ich mochte das ganz und gar nicht und versuchte sie von mir zu schieben. Ich bin mir nicht sicher weshalb aber ich war so tattrig dass meine Hand abrutschte und ihr Kleid nach unten riss. Augenblicklich wendete ich meine Augen ab. Die Dame kicherte jedoch bloß und sah das als ein…ein Zeichen. Als sie begann mich zu entkleiden sprang ich auf, wobei die Frau auf den Boden fiel und flüchtete. Nikolai und Uli blieben in dem Hotel. Ich weigere mich daran zu denken was sie dort getan hatten. Ich weiß nur noch wie ich mich auf dem Weg zurück zur Loge verirrte und nahezu von einem Mann, dessen Fenster eingeworfen wurde, verprügelt wurde. Erneut flüchtete ich, nur um wieder am Hafen zu landen wo ich mich etwas verloren zu ein paar Obdachlosen setzte bis Nikolai und Uli am nächsten Morgen herauskamen und mich zur Loge brachten.

Ich erinnere mich nicht an die Details und das ist vermutlich besser so…nun werde ich wohl besser aufhören zu schreiben, denn ich glaube ich muss mich wieder übergeben…

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Gründung unserer Loge

6. März 1892

Nach einer – besonders für unseren noch immer angeschlagenen Priester Alexander – etwas kurz geratenen Erholungszeit in Edinburgh haben wir uns zurück auf den Weg nach Aberdeen gemacht, um nun unsere eigene Loge zu gründen.
Wir hatten das bereits mit den Kollegen aus Edinburgh, ebenso wie mit van Helsings Loge in London, besprochen und von Johann van Helsing für diese Zwecke bereits 400 Pfund erhalten.

Einige Örtlichkeiten wurden für uns ausgewählt, die da wären:
Die Kanalisation von Aberdeen, für 400 Pfund, was aber jeder von uns eindeutig abgelehnt hat. Die Gründe hierfür sind wohl nachvollziehbar und bedürfen keiner näheren Erläuterung.
Ebenso wenig Anklang fand die verlassene Fabrik, die für 800 Pfund zu kaufen gewesen wäre. Diese hätte nur großzügige Räumlichkeiten geboten, doch der Eindruck bei unseren potenziellen Geldgebern wäre wohl nicht allzu gut gewesen.
Der dritte Standort wäre ein Bauernhof, außerhalb von Aberdeen, für 500 Pfund. Dieser Standort fand relativ viel Anklang bei allen. Einer der positiven Aspekte, die aufgeführt wurden, war die Tatsache, dass ein Bauernhof eine relativ gute Tarnung bietet, ebenso wie viel Platz und die Möglichkeit, selbst Nahrung anzubauen und Tiere zu halten – sich also selbst versorgen zu können. Auch die Abgeschiedenheit kann positiv ausgelegt werden, kann jedoch auch gegen uns verwendet und wir können hinterrücks angegriffen werden. Außerdem hat ein Bauernhof keine schützenden Mauern oder gut überblickbares, weitläufiges Gelände, wie beispielsweise das Herrenhaus, für jenes wir uns letztendlich entschieden haben.
Es vereint einfach alle positiven Aspekte in sich: weitläufiges Gelände, großes Gebäude, gute Lage am Stadtrand; und das wohl wichtigste: unser Ansehen bei wichtigen Kontaktpersonen steigt.
Der einzige negativ zu bewertende Punkte wäre vermutlich der Preis von 1000 Pfund für Gebäude inklusive Renovierung gewesen. Doch nach reiflicher Überlegung kamen wir zum Entschluss, dass wir den Preis aufbringen können.

Durch den Umzug nach Aberdeen hatte Dr. Warringten sein Haus in London verkauft und dadurch 650 Pfund eingenommen. Mit diesem Geld und den 400 Pfund von van Helsing konnten wir den Standort für unsere eigene Loge verwirklichen. Selbstverständlich wurde Dr. Warringten durch den immensen Einsatz seines Vermögens auch als Hausbesitzer eingetragen und ich denke, wir schulden ihm alle unseren Dank.

Noch stehen viele der 20 Zimmer unseres Hauses leer oder sind nur spartanisch eingerichtet – mit dem nötigsten eben. Doch wir verfügen nun zu Anfang bereits über ein Besprechungszimmer, eine Bibliothek und einige Schlafzimmer.
Für den Anfang müssen wir uns die Schlafzimmer zum Großteil mit unseren sechs angestellten Ripperkollegen und Leon teilen, was jedoch nicht weiter schlimm ist, denn die Planung der Zimmer steht bereits und wir arbeiten bereits am Ausbau. Auch unsere beiden hilfsbereiten Bediensteten helfen tatkräftig mit.

Momentan betragen die laufenden Kosten monatlich 90 Pfund, die Höhe der Einnahmen durch unsere Auftraggeber und Gönner jeden Monat belaufen sich auf 100 Pfund. 10 Pfund Einnahmen im Monat sind doch gar nicht so übel!

Nach kurzer Nachforschung ergab sich, dass auch die Bedrohung durch die Kabale an diesem Ort nicht besonders hoch ist. Selbstverständlich müssen wir vorsichtig sein, denn man kennt uns in diesen Kreisen mittlerweile sicherlich schon, doch hier sollten wir vorerst relativ sicher sein, bis unsere Loge sich gefestigt hat.

6. April 1892

Ein Monat ist nun vergangen und der Ausbau unserer Loge kann sich sehen lassen: Einige haben bereits eigene Schlafräume und auch die Möblierung und die Bestückung unserer Bibliothek geht voran.

Ein weiterer glücklicher Vorfall hat sich ereignet: Sir Theodor Anderson, der Herr, den wir bei der Feier von Mr. Stuart McGregor kennen lernen durften, ließ uns einen Brief zukommen. In diesem vertraute er uns an, dass er gerne von London nach Aberdeen ziehen würde, da er sich ohne unsere Anwesenheit in London unwohl fühlte.
Erfreut über sein Vertrauen in uns, obwohl wir noch immer relative Neulinge bei den Ripper waren, antworteten wir ihm eilig und stellten ihm ein herzliches Willkommen aus.
Kurz darauf bekamen wir die Antwort, Sir Anderson würde bald in Aberdeen wohnen und die Loge monatlich mit 60 Pfund bezuschussen, was unsere Einnahmen auf 70 Pfund pro Monat steigerte.

Weiterhin wurde der vergangene Monat von Dr. Doyle genutzt, um Dr. Warringten und Nikolai psychologisch zu betreuen.
Durch ihre multiplen Rippertech-Implantate litt ihre psychische Stabilität zusehends und es war höchste Zeit, damit zu beginnen, dies zu lindern bevor sie (oder wir) ernsthaft Schaden nahmen. Ernsthafte Ripper-Psychosen hatte es in der Vergangenheit zu genüge gegeben und diese Gefahr sollte nicht unterschätzt werden. Glücklicherweise haben wir ja einen fachkundigen und erfahrenen Psychologen bei uns im Team, was die Sache eigentlich einfach gestalten sollte.

Dem war aber leider nicht so; Nikolai zeigte sich vor und während der Therapiezeit sehr aggressiv und Dr. Doyles Zuwendungen erzielten keinerlei Erfolge bei ihm.
Dies eröffnete uns aber die Möglichkeit, Nikolai mit Opium zu behandeln und zu stabilisieren. Ich stehe dem Missbrauch dieses Suchtmittels eher skeptisch gegenüber, doch auch ich erkenne selbstverständlich die Gefahr, die von unserem Freund ausgeht – sei es für sich oder für uns. Und wenigstens für den Übergang oder für schwere Zeiten scheint mir dies eine akzeptable Lösung.
Nikolai schien sofort sehr begeistert von der raschen Wirkung des Rauschgifts zu sein und dachte sofort an regelmäßigen Konsum. Nun, es ist immerhin seine eigene Entscheidung.. Dennoch kann ich das nicht für gut heißen.

Bei Dr. Warringten schien die Therapie überhaupt nicht anzuschlagen. Er schien nicht zugänglich zu sein und es hatte sich über die Tage ein leichter Groll gegen Dr. Doyle entwickelt zu haben, soweit ich das beurteilen kann. Jedoch weiß ich nichts genaueres.
Nun, es ist schließlich nicht jedermanns Sache, einem anderen Menschen intime Gedanken, Gefühle und Erlebnisse mitzuteilen, was ich gut nachvollziehen kann.
Auch bei ihm wurde schließlich Opium als Therapiemittel versucht, doch auch dies schien nichts auszurichten.
Aber er war wenigstens noch nicht so instabil wie Nikolai und vorerst konnten wir die Ergebnisse so hinnehmen, auch wenn sie alles andere als befriedigend waren.

Zukünftig müssen wir in diesem Bereich unbedingt noch eine Lösung finden, um schlimmeres zu verhindern.

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Baphomet und Die Templer

04.03.1892
Einsatzbericht von Dr. Edward Warrington

Als die Nacht einbrach haben sich Alexander, Dr. Kilian, Hugh, Nikolai und ich zusammen mit Vier anderen Rippern die uns von der Van Helsing Loge zur Unterstützung geschickt wurden auf zur Kapelle gemacht. Wieder einmal kommen uns Nikolais Talente zugute so dass es uns nach kurzer Zeit gelang in eine der Türen eines Seitenschiffes einzudringen. Zwei der uns zugeteilten Ripper wurden von uns an der Tür platziert um uns den Rückzug frei zu halten.
Nach einer genauen Untersuchung der Prächtigen Säule gelang es uns Tasten artige Schalter zu finden auf denen ein Ambos, ein Auge, ein Kelch, eine Faust, ein Hammer und ein Zirkel abgebildet waren. Nachdem wir die Richtige Kombination eingegeben hatten wurde ein Geheimgang der von einer massiven steinplatte verborgen wurde frei gelegt. Während ich zusammen mit einem weiteren Kollegen aus der Londoner Loge an der Treppe wartete, schlichen die anderen vorsichtig die Treppe hinunter.

Wieder war es Nikolai der den ersten Schritt machte, nachdem es ihm gelang sich lautlos in das Muffige Gewölbe zu schleichen erblickte er wie mir später berichtet wurde eine Art Altarraum in dem sich acht in weißen Templerröcken gehüllte gestalten um eine Silberne Büste mit Rubin artigen Augen, versammelt haben und einen gemeinsamen Singsang angestimmt haben. Zwischen den Färsen war immer wieder ein Wort raus zu hören „Baphomet“ . Mittlerweile gelang es auch Alexander sich in den Raum vor zu stehlen, allerdings hat er es vorgezogen sich erst einmal in eine dunkle Ecke zurück zu ziehen.

Unser vordingen schien aber trotzdem nicht unbemerkt geblieben zu sein, denn der Anführer unterbrach sein Lateinischen Psalm und sprach nun normal zu uns “Dieser verfluchte Van Helsing er sagte doch er schickt keine weiteren Ripper”

Templerkreuz.png

Doch der Überraschungsmoment war auf unserer Seite so dass Nikolai den ersten Angriff starten konnte, allerdings war er zu übermütig und so ging sein erster wilder Schwinger ins lehre
Was als nächstes geschah war so unglaublich aber doch leider wahr. Der oberste Templer sprach mit wiederhallender stimme folgende Worte
„Baphomet bei der Macht des Bärtigen Kopfes befehle ich dir, die Feinde zu vernichten“
Die Worte waren noch nicht verhallt als die Augen der Götzen Statue rot zu glühen begannen und silbergrauer dichter Nebel aus dem Mund und auf den Boden zu fließen begann, so dass nach und nach ein silbergrauer und annähernd drei Meter großes Golemartiges Monster mit drei Gesichtern form genommen hat. Seine Reglosen Fratzen sahen zornig und alles andere als freundlich drein.
Durch den Tumult aufmerksam geworden rückten nun auch die anderen in das Gewölbe vor um sich unseren Feinden zu stellen. Leider liefen Kilian und Huge genau in das Blickfeld des wutentbrannten Dämons der auf beide zustürmt und versuchte sie zu packen zum Glück konnten sie unter seinen Pranken durch schlüpfen so dass er ins Lehre griff.
In diesem Moment witterte Alex seine Chance er ergriff eines seiner Weihwasser Fläschen und rannte auf den unheiligen Dämon zu, er sprach einige mir unbekannte Heilige Gebets Psalmen und überschüttete das Monstrum mit dem geheiligtem Wasser. An den Stellen wo das Wasser die haut des Dämons berührte stieg Rauch empor und es schien ihm große Schmerzen zu bereiten.
Kilian und Huge versuchten die Gunst der Stunde aus zu nutzen um Baphomet mit Hilfe eines Seils zu Fall zu bringen, doch der Dämon hatte anderes im sin er formte mit seinen Händen ein Dreieck und die Luft um ihn herum wurde innerhalb von Sekunden unerträglich heiß, die beiden haben es gerade noch so geschafft der darauf folgenden Flammensäule aus zu weichen allerdings ist dabei das Seil dass vom Dr. in den Händen gehalten wurde in den strahl gekommen und hat somit Feuer gefangen. Der strahl war so mächtig dass er Die ganze Holztür samt Angel aus der Verankerung gesprengt wurde und die Überreste langsam in Flammen auf gingen.
Nun endlich habe auch ich mit bekommen dass da unten was nicht mit rechten Dingen vor zu gehen scheint und so machte ich mich zusammen mit einem unserer Verbündeten auf den Weg in den Kampf.

Baphomet_2.jpg

Die anderen Templer waren natürlich nicht reglos da gestanden sie griffen zu ihren Schwertern und haben sich ebenfalls auf uns gestürzt. Dabei Gelang es Zwei der Templer Huge Jones ein zu kesseln und fügten ihm so einen Verehrenden schwertstoß zu der ihm etliche wunden zufügte, zu seinem Glück war Dr. Kilian in der Nähe.
Er rannte auf einen der Templer zu und in einer blitzschnellen fließenden Bewegung gelang es ihm mit einem einzigem Streich den Kopf des Templers von seinen Schultern zu schlagen. Huge nutze die Gunst der Stunde und konnte sich von dem noch verdutzen Peiniger einige Meter weit weg schleppen und nahm so gleich Rache und richtete den übrigen Kontrahenten mit einem gezielten Kopfschuss hin.
Leider hatte einer unserer Helfer nicht so viel glück wie Huge und wurde von einigen der anderen Templer brutal ermordet.
Der Dämon versuchte sich in der Zwischenzeit von seinen Fesseln zu Befreien und ihm gelang es durch einen sehr kräftigen Zug am Seil den mit Sicherheit etwas überraschten Alexander zu sich zu ziehen, zum Glück konnte dieser seinem Schlag ausweichen.
Mittlerweile bin auch ich im Gewölbe angekommen und verschaffte mir einen Blick über die Lage, dank meiner Werwolfsaugen gelang es mir den sehr schwer Verwundeten Jones im Halbdunkel aus zu machen, also habe ich beschlossen unsere Unterstützung mit einer Portion des Leichenstaubes zu ihm zu schicken, leider zeigte sie bei ihm keine Reaktion, und trotz der noch immer mit Sicherheit schmerzhaften Wunden Gelang es ihm den nächsten Templer mit einem Schuss zu beseitigen.
Aber irgendetwas hat unseren Priester anscheinend sehr zugesetzt er wirkte etwas abwesend wenn nicht sogar verwirrt und so gelang es dem Dämon ihn am Hals zu packen und hoch in die Luft zu stemmen.
Anscheinend ging Alexanders Pein nicht ganz an Kilian vorbei so dass er wutentbrannt auf den nächsten Templer zu stürzte um seine Innereien auf dem Steinboden mit seinem Rapier zu verteilen.

Leider hing Alex immer noch in den Pranken des Dämons und seine würgenden Hände zeigten nur doch so nach und nach ihre Wirkung und Fügten ihm erste Quetschungen zu.
Nachdem wir uns etwas Freiraum von dem Templern erkämpft hatten wendeten sich nun immer mehr von uns Baphomet zu um Alex zu Befreien. So gelang es wieder einmal Huge mit einem gezielten Schuss die haut des Monsters auf Brusthöhe zu durchlöchern und fügte ihm so mit Sicherheit tiefe Wunden zu.
Diese kleine Chance wusste unser Dr. Doyle zu nutzen so stieg er mit etwas Anlauf an dem Monster empor sprang von seinem Oberschenkel ab und schaffte es so seinen Rapier von oben herab in die Offene Wunde zu stoßen setzte somit seinem unheiligem Dasein ein Ende. So dass unser angeschlagener und Verwundeter Priester nun endlich von seinen Qualen befreit wurde.
Zeitgleich gelang es wie heute schon so oft Huge den nächsten Templer ins Jenseits zu befördern.

Nachdem Baphomet leblos zusammen gesackt ist war einer der Templer so sehr übermannt von seiner angst dass er sich mit seinem eigenen Schwert das Leben genommen hat. Bevor der nun letzte verbleibende Templer Gelegenheit hatte ihm es gleich zu tun Rammte ihn Nikolai gegen die nächste Wand um ihn anschließend mit einem Seil zu fesseln. Wir haben beschlossen ihn zu verhören leider waren Nikolais verhör Methoden doch viel brutaler als von mir vermutet so dass ich ihn nach einigen gezielten schlägen zurück gerufen habe um mit dem nun schon deutlich lädierten Templer zu sprechen. Er war nun um einiges zugänglicher für mein Verhör und so haben wir erfahren dass vor einiger Zeit der von uns Gesuchte Abraham van Helsing bei ihnen im Orden aufgetauchte um sie nach den Säulen von Atlantis zu befragen. Die wie wir ich nun von ihm erfahren habe aus Ägypten stammen zu scheinenn. Anscheinend hat er den Templern damals versichert dass kein weiterer Ripper ihnen nachstellen würde. Allem Anschein zu trotz scheint der alte Van Helsing zum glück noch zu leben.
Zum Dämon konnte er uns leider nicht mehr viel sagen nur dass er von den Templern angebetet wurde.
Als ich sicher war nicht mehr viel von ihm zu erfahren habe ich ihm wieder Nikolais Fäusten überlassen die ihm leider ziemlich brutal und unschön ein Ende setzten.
Nachdem wir unsere Wunden versorgt, die Leichen geplündert und die Restliche Kammer untersucht haben. Gelang es mir von dem Dämon Ein Höllenfeuerherz und einige Stränge seiner Gewebe Muskulatur zu entnehmen.
Nachdem wir unten Fertig waren haben wir beschlossen Den Eingang permanent zu verschließen und haben so den geheimen Mechanismus außer Gefecht gesetzt.
Wir haben beschlossen die Restliche Nacht in unseren Hotels zu verbringen um uns etwas von dem harten Kampf zu erholen bevor wir am nächsten Morgen zur Loge nach Edinburgh auf machen damit Nikolai und mir die ergatterte Ripper Teck eingesetzt werden kann.

Nach einer nun doch ziemlich anstrengenden und schwierigen Operation gelang es Dr. Stuart McGregor sowohl mir das Höllenfeuerherz als auch Nikolai die Muskeln zu Implantieren. Doch auch die anderen wahren nicht untätig so gelang es Alexander etwas mehr über Dämonen und Huge über die Templer raus zu finden.

Dr. Edward Warrington 05.03.1892

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Von Enden und Neuanfängen
Extracted Notes Dr. phil K. Doyle, Edinburgh/London/Rosslyn, February 1892

[…] Wir nahmen also den Zug zurück nach Edinburgh, Stuart McGregor’s Einladung folgend, wenngleich mich eine tiefe innere Unruhe plagte. Der Brief, indem explizit von mir und Leon berichtet wurde, ließ mir keine Ruhe. Doch da Edinburgh ohnehin auf dem Weg zurück nach London lag und die Angelegenheit Dr. Warrington sehr am Herz lag, hielt ich es nicht für falsch, dort noch etwas zu verweilen. Die Aussicht auf neue Ripper Tech klang ungemein vielversprechend.

In der schottischen Loge erwartete uns ein eher unschöner Anblick. Ein Untoter, ein Hexensucher um genau zu sein, wurde uns präsentiert. Seine vertrocknete Haut war von Wunden übersät und seine gelblichen, pupillenlosen Augen schienen von innen heraus zu leuchten. Ich persönlich wäre einer Transplantation überhaupt irgendeines seiner Körperteile eher abgeneigt. Nikolai hingegen schien mehr als angetan. Und dann auch noch das Herz! Gott sei Dank verlief die Operation problemlos. Es war faszinierend den Doktoren bei solch einem komplexen Eingriff zuzusehen. Wenngleich ich nicht umhin kam, mich um Nikolai und seinen Geisteszustand zu sorgen. Es war nicht seine erste Transplantation… Besser, ich würde bald mit gesonderten Therapiesitzungen anfangen. Nur um sicher zu gehen. […]

[…] Es war von Anfang an keine gute Idee gewesen. Wie hatte McGregor dem nur zustimmen können?! Dass sein Assistent nicht viel taugt, konnte man aus 30 Meilen Entfernung sehen! Obendrein war es ein unvorstellbar schwerer Eingriff selbst ohne irgendwelche Komplikationen. Und nun stand es schlecht um Dr. Warrington. Seine OP – der Versuch, ihm einen Teil eines Hexenhirns einzupflanzen – war nicht erfolgreich verlaufen. Eher das komplette Gegenteil. Ich beschloss selbst Hand anzulegen und kümmerte mich so gut es ging um meinen Kollegen. So fühlte ich mich wenigstens nicht ganz so hilflos. Zum Glück war die Loge gut ausgestattet und wir waren imstande Edward vor schlimmeren Schäden zu bewahren. Nur eine unschöne Narbe am Kopf wird ihm wohl erhalten bleiben… Was für ein Schreck. […]

[…] Die restliche Reise zurück nach London verlief ereignislos. Doch die Anspannung stieg. Hatte Leon mein Telegramm erhalten? Waren er und Sir Bentley in Sicherheit? Der Weg zu unserer Loge schien sich über Stunden hinweg zu ziehen. Einmal angekommen, mussten wir feststellen, dass die Tür verriegelt war. Niemand antwortete. Nachdem Nikolai uns Einlass verschaffte stießen wir auf eine weitere verbarrikadierte Tür. Was wir schließlich hinter ihr fanden war für alle Anwesenden ein Schock… Sir Bentley lag auf dem Tisch des Konferenzzimmers. Ermordet. Kopflos. Und sein Haupt schien nicht einfach nur mit einer Klinge abgetrennt worden zu sein. Nein, es war brutalst vom Rest des Körpers gerissen worden. Und unauffindbar. Benommen suchten wir die Loge nach weiteren Hinweisen auf den Mörder ab. Und auf Leon. Gerade als sich Panik in mir breit machte, fanden wir ihn schließlich. Am Fuße der Kellertreppe. Bewusstlos, aber lebendig. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Seit ich ihn mit Alex aus dem Sanatorium gerettet hatte, war er mir sehr ans Herz gewachsen und ich sah es als meine Aufgabe an, ihn zu beschützen.
Wir versorgten ihn so gut es ging und sammelten uns. Jetzt musste alles neu überdacht werden. Wie würde es weitergehen?

Plötzlich klopfte es an der Tür. Draußen stand ein gewisser Robert Coil, Mitglied der Van Helsing Loge. Wir beschlossen uns nach einem kurzen Abstecher zu Dr. Warringtons Haus uns zu eben dieser aufzumachen.
Bei des Doktors Haus erwarteten Nikolai noch einige Briefe von… übereifrigen Verehrerinnen. In solch einer dunklen Stunde brachten uns die Schriftstücke der Damen zumindest etwas Heiterkeit. Auch Alex’ Anwesenheit neben mir auf dem Kutschbock half. Er konnte spüren, dass es sich genauso verloren fühlte wie ich, doch seine bloße Präsenz bei mir beruhigte mich bereits etwas. Wir mussten jetzt klar denken. Unser aller Leben hing davon ab. […]

[…] Van Helsing schien ebenfalls tief betrübt über den Verlust von Sir Bentley, ebenso wie viele weitere Ripper. Dennoch betraute er uns mit zweierlei Aufgaben. Zuerst sollten wir seinen verschwundenen Vater wiederfinden. Dann wurde uns das Angebot unterbreitet, unsere eigene Loge in Aberdeen zu gründen. Etwas Startkapital steuerte er ebenfalls bei. Also machten wir uns gleich an die Arbeit und durchforsteten Van Helsing Senior’s persönliche Unterlagen. Tagebücher, diverse Notizen, etc… Bis wir auf etwas trafen, das unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Notizen über die unfertige Rosslyn-Kapelle und eine ominöse Nachricht, die von einem Schlüssel berichtete, der bei einem Stützpfeiler ausprobiert werden sollte und von einem Jack, der als einziger Kenntnis über die Position von irgendwelchen Säulen zu haben schien und einem Geheimnis, welches es zu ergründen galt. […]

[…] Sir Bentley’s Beerdigung fand noch am selben Abend statt. Viele Ripper waren anwesend als er eingeäschert und beigesetzt wurde. Tiefe Trauer und Bestürztheit war auf dem Großteil der Gesichter zu erkennen, vor allem aber bei meinen Teamkameraden. Es war ein wahrlich schwarzer Tag für unser Team. Nichtsdestotrotz mussten wir uns auf den Weg nach Rosslyn machen… […]

[…] Van Helsing war mehr als großzügig, so stellte sich heraus. Nicht nur gab er uns das Startkapital für unsere eigene Loge, auch stellte er uns einige seiner Leute für diese Mission zur Verfügung und nahm es auf sich, uns allen eine angenehme Reise in der ersten Klasse zu ermöglichen. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass wir nur auf seinen Wunsch hin nach seinem Vater suchten, schien dies durchaus angemessen.

Wir erreichten Rosslyn und machten uns sogleich auf die Suche nach Informationen. Sicherlich würden einem die Ortsansässigen einiges von der berüchtigten, unfertigen Kapelle der Freimaurer berichten können. Während Hugh, Nikolai und ich in einem etwas edleren Pub subtil die Leute ausfragten, wurden Alex, sein neuer (und überaus unnützer, wenn ich das anmerken darf) Hund und der immer noch etwas angeschlagene Dr. Warrington auf den Straßen Rosslyn’s angegriffen. Glücklicherweise eilte ihnen ausgerechnet die Gendarmerie zur Hilfe und brachte sie schlussendlich zurück zu uns. Gerade noch rechtzeitig.
Uns wurde mitgeteilt, dass die Kirche der Öffentlichkeit außerhalb der Messe für gewöhnlich nicht offen stand, doch wurden Freimaurer-Führungen angeboten für Interessierte. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. […]

[…] Alex, Hugh und Edward besuchten sogar ebenfalls den Gottesdienst. Diese Zeit nutzte ich um mit Nikolai etwas trinken zu gehen. Seine momentane Glückssträhne erheiterte mich. Auch wenn ich voller Sorge um ihn war. Ich versuchte so unterschwellig wie möglich Fragen zu seiner Person und seiner Vergangenheit zu stellen, während wir ein Glas nach dem anderen leerten. So hatte es weder eine ‘Therapie-Atmosphäre’ noch irgendeinen unangenehmen Nachklang und ich konnte mehr über ihn erfahren. […]

[…] Die Führung war überraschend uninformativ. Alle Fragen zu Geheimgängen oder dergleichen wurden lachend abgewiesen. Doch fanden wir währenddessen wenigstens die Zeit um uns die Säulen und Türen genauer anzusehen. Als wir nach unserem Ermessen so viel wie unter diesen Umständen nur möglich herausgefunden hatten, machten wir uns bereit. heute Nacht würden wir in die Kirche einbrechen und ihnen Geheimnissen auf den Grund gehen…

- K.D.

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Rückkehr nach Aberdeen
Tagebucheintrag von Alexander Blackwell, Februar 1892

Ich bin ja so glücklich! Ich kann gar nicht fassen dass Sir Bentley meinen Wunsch nach einem eigenen Bluthund tatsächlich ernst genommen hat! Als wir aus Yorkshire zurückkehrten wartete unser werter Logenleiter tatsächlich mit einem jungen, irischen Wolfshund auf uns! Goliath – ich fand diese Anekdote durchaus belustigend…David und Goliath! – muss zwar noch erzogen werden doch ich habe mich schon in ihn verliebt. Den gebe ich bestimmt nicht mehr her! (Hoffentlich bekomme ich das mit dem Training hin…)

Ich muss gestehen…aufgrund meiner Überschwänglichkeit habe ich ein paar Dinge nicht ganz mitbekommen. Denn während ich mich fröhlich mit meinem neuen Freund bekannt machte tauschten Sir Bentley und meine Mitstreiter sich über unsere nächsten Vorhaben auf. Erst im Nachhinein sagte man mir dass unsere nächste Mission uns zurück nach Aberdeen, Schottland, führen würde. Innerlich freute ich mich. Zug fahren war für mich noch immer ein Abenteuer!
Natürlich nahm ich die Arbeit trotzdem ernst.

Nachdem Sir Bentley uns das Budget für die Reise gegeben hatte (natürlich dankte ich ihm sowohl für den Hund als auch für seine Großzügigkeit) gingen alle zu Bett. Es war etwas belebter in der Loge denn aufgrund Nikolais beunruhigendem Brief hatten Doktor Warrington und Nikolai beschlossen dass es am sichersten wäre vorerst in der Loge zu nächtigen. Goliath schlief natürlich an meinem Fußende! Ich glaube ich hatte noch nie in meinem Leben solch warme Füße.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach einem gemeinsamen Frühstück auf den Weg in die Stadt. Wir besserten unser Inventar auf (ich begnügte mich mit ein wenig Seife und einer kleinen Aufmerksamkeit für Doktor Doyle in Form von Gebäck und Wein) bevor wir zum Bahnhof aufbrachen. Die Zugfahrt nach Aberdeen verlief weitaus ereignisloser als unsere letzte. Während den elf Stunden die ich mit Doktor Warrington, Uli (unser neuer Mitstreiter aus Deutschland! Ich mag ihn, endlich kann ich meine Deutschkenntnisse etwas aufbessern! Ein wenig verrückt ist er dennoch, aber das passt gut zu unserer Gruppe!) und Goliath in der zweiten Klasse verbrachte versuchte ich relativ verzweifelt meinem Hund ein paar Dinge beizubringen. Er schien nicht sonderlich erpicht darauf Sitz oder Platz zu lernen. Stattdessen pinkelte er hin und wieder in die Ecke…elf Stunden sind eben doch zu lang für das arme Wesen!

Um 23 Uhr kamen wir ziemlich erschöpft in Aberdeen an. Wir beschlossen dass es am besten wäre uns erst einmal auszuruhen bevor wir uns auf die Suche nach diesem skurrilen Mann machen würden. Hugh und Doktor Doyle hausten natürlich in einem etwas besserem Hotel als Uli, Doktor Warrington, Nokolai und ich aber am nächsten Morgen brachen wir zu Lady Holly auf, unserer Bekanntschaft von unserem letzten Besuch.

Lady Holly freute sich uns zu sehen, der Butler schien auch nicht all zu schockiert. Leider konnte sie uns nicht sonderlich weiterhelfen, doch sie sagte uns dass der Hafen wohl eine gute Anlaufstelle wäre. Außerdem sicherte uns Doktor Doyle ihm und mir (und natürlich Goliath!) einen sicheren Platz für die Nacht. Auf eine vermutlich etwas eher unorthodoxe Art und Weise, das muss ich doch zugeben, aber ich war doch irgendwie froh dass sie darauf bestand dass ich auch in ihrem Anwesen schlafen sollte.

Nachdem alles geklärt war teilten wir uns auf. Während die anderen beschlossen die etwas nobleren Gegenden zu übernehmen gingen Uli und ich zum Hafen. Dort konnten wir nur in Erfahrung bringen dass ein Deutscher der gerade erst das Schiff verlassen hatte von einer Kutsche überfahren wurde. Eine vorerst unwichtige und langweilige Information. Nachdem wir mit unserer Informationssuche fertig waren kehrte Uli in das Hotel und ich zu Lady Holly zurück.

Am nächsten Morgen versammelten wir uns in Lady Hollys Wohnzimmer und besprachen was wir herausgefunden hatten. Zunächst musste mir Nikolai aber erst von den nächtlichen Geschehnissen berichten! Doktor Warrington und er waren wohl wieder in eine Kneipe gegangen wo Nikolai seinem Laster – dem Glücksspiel – nachgehen konnte. Er erzählte mir wie er ausversehen sein Gesicht in das – ich schäme mich es niederzuschreiben – Hinterteil einer Dame gedrückt hatte. Er hatte auch noch die Dreistigkeit sie auf seinen Schoß zu ziehen und so weiter zu spielen. Die Dreistigkeit in Person. Außerdem hatte er einem Taschendieb, der versucht hatte an seine Geldbörse zu kommen, einen Dolch durch die Hand gerammt. Tja…er hatte bewiesen dass er trotz seines schicken Haarschnitts (ich finde er hätte wenigstens Danke sagen können!) und der neuen Kleidung noch immer der unverschämte Flegel ist den ich vor ein paar Wochen kennengelernt hatte.

Außerdem las uns Doktor Warrington einen Brief vor den er am Abend zuvor noch erhalten hatte. Einer unserer Kollegen, Doktor Stuart McGregor, wolle sich mit ihm treffen! Er habe wohl einen Grund. Aber mehr wollte er nicht verraten, denn das wäre zu gefährlich falls der Brief in falsche Hände gerät. Doktor Warrington nahm sich vor ihm ein Telegramm zukommen zu lassen dass er seine Einladung auf jeden Fall annehmen würde!

Nachdem auch das geklärt war tauschten wir uns darüber aus was wir am Vortag herausgefunden hatten. Auch meine Kollegen berichteten von einem merkwürdigen Zwischenfall mit einem deutschen Kaufmann, der kurz nach unserer Abreise auf spurlose Weise verschwunden war. Nikolai konnte zudem noch die Adresse seines Hotels in Erfahrung bringen in dem er untergekommen war.

Wir beschlossen dass wir der Sache auf jeden Fall nachgehen sollten. Wir klügelten einen Plan aus: Uli sollte sich als deutscher Geschäftsmann ausgeben der mit dem verschwundenen Mann einen Geschäftstermin vereinbart hatte um ein Handelsabkommen abzuschließen. Ich sollte als sein vermeintlicher Übersetzer mitkommen um ihn etwas glaubwürdiger wirken zu lassen. Außerdem hatten wir gelernt dass es unklug war andere alleine zu lassen, egal in welcher Situation.

Nachdem Uli einen Anzug von Doktor Doyle angezogen hatte und auch ich mich in gewöhnlichere Kleidung geworfen hatte machten wir uns kurzerhand auf den Weg zum Hotel. Ehe wir das Hotel betraten vertraute ich Goliath Doktor Doyle an. Nikolais merkwürdigem Interesse an meinem Hund traute ich nicht ganz über den Weg.

Im Hotel selbst lief alles nach Plan. Sogar noch besser als geplant! Der Rezeptionist fragte ihn an einem gewissen Punkt ob er „Herr Falk“ sei und wir sahen unsere Chance und stimmten zu. Nachdem Uli den Mann an der Rezeption ein wenig eingeschüchtert hatte um ihm nicht seinen Ausweis zeigen zu müssen nahm er ihm seine Tarnung voll und ganz ab. Wir wurden in ein Hinterzimmer geführt in dem ein Koffer und ein Brief stand welcher an besagten Herr Falk adressiert war.

Wir nahmen das Gepäck und den Brief entgegen und kehrten nach draußen und gleich darauf zu Lady Hollys Anwesen zurück. Dort öffnete ich den Brief und übersetzte ihn zugleich meinen Kollegen.

_„Mein treuer Freund Josef,

meine Verhandlungen hier sind erledigt.
Ich konnte ein paar lukrative Geschäfte abschließen.
Ich habe nun dringliche Termine in Dublin. Bitte bring mein restliches Gepäck schon mal zurück nach Deutschland.
Du hältst die Wahrheit in deinen Händen, lasse dich erleuchten!

Hochachtungsvoll,
M. Sturm“_

Dieser Brief erschien uns allen suspekt. Erleuchten? Ich hob das Papier gegen das Licht, doch ich konnte nichts ausmachen. Aber Doktor Warrington hatte eine gewiefte Idee! Er und Hugh nahmen den Brief und hielten ihn abwechselnd über die Flamme einer Kerze…und nur wenige Momente später offenbarte sich uns eine geheime Nachricht!

„Diese verfluchten Ripper!
Sie haben alles ruiniert! Wir müssen unsere Aktivitäten hier vorerst abbrechen.
Bring alles zurück nach Deutschland und informiere die Anderen.
Ich werde Rache üben! Ich musste mit ansehen wie die Ripper Anna töteten.
Ich konnte bereits zwei Namen in Erfahrung bringen:
Dr. Kilian Doyle
Leon McWigan
Es sollte mir nicht schwer fallen die Namen der restlichen Jägwe zu erfahren!
Ich werde ihnen nach London nachreisen um möglichst viel in Erfahrung zu bringen.
Sie werden für alles bezahlen, kein Wolf bleibt ungerächt!
Magnus“

Geschockt ließ ich den Brief sinken und sah Doktor Doyle an. Sie kannten also zwei unserer Mitglieder beim Namen. Das konnte nur Probleme bedeuten.

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Von Gnollumen und unsichtbaren Feen

Mitte Februar

Trotz des Werwolfsangriffes verlief unsere restliche Fahrt nach Yorkshire ohne weitere Vorfälle.

Wir suchten die Dorfherberge auf und erfuhren von der alten Wirtin, dass es sich bei den beiden Mädchen auf dem Foto um Elizabeth und Emely Cottingly handelte. Ohne Umschweife machten sich der eine Teil unseres Teams auf den Weg zum Haus der Mädchen, während ich Warrington begleitet der einen geeigneten Platz für meine nächste Operation suchte und sich erhoffte die Räumlichkeiten des Dorfarztes nutzen zu können.
Ich vertraute Warrington, denn schon bei meinen Augen hatte er ausgezeichnete Arbeit geleistet.
Ich fühlte mich in guten Händen. Ein Fehler wie sich später herausstellte.
Als ich nach der Operation mit brummendem Schädel, völlig allein und mit unverändertem jedoch extrem schmerzendem Kiefer in dem finsteren OP-Raum erwarte, hätte ich Warrington am liebsten in den Arsch getreten.
Als ich dann aber feststellen musste, dass der verdammte Quacksalber mir auch noch meine Haare stark gekürzt hatte, hätte ich ihm am liebsten jeden Zahn einzeln ausgeschlagen.
Beim Verlassen des Hauses konnte mir der senile Alte, der sich Dorfarzt, schimpfte auch keine weiteren Auskünfte über Warringtons verbleib geben. Daher machte ich mich allein auf den Weg zum Haus der Mädchen um dort meine Kameraden anzutreffen.
Zu meinem Glück traf ich diese auch schon in Begleitung der beiden gesuchten Mädchen an.
Nur wenige Augenblicke später, gesellte sich auch Warrington dazu.
Ich dankte ihm ausgiebig mit meiner Rechten für die misslungene Operation und versuchte dem alten Sack keine weiteren Schäden zuzufügen. Ich würde meine Rache noch bekommen. Jedoch später…
Gemeinsam mit den Kindern machten wir uns auf den Weg zu der Lichtung auf der sie mit einem unsichtbaren Wesen und den merkwürdigen kleinen Gnomen immer spielten.
Unser Team hielt sich geschickt zwischen den Bäumen versteckt. Auch wenn es recht schwierig war unauffällig zu bleiben und nicht gleich lauthals loszulachen, da sich Jones in seinem Versuch sich perfekt zu tarnen kurzerhand in Wildschweinkacke gelegt hatte.
Trotz allem gelang es uns schlussendlich doch den Mädchen in das geheime Gnomendorf zu folgen.
Der grausige Anblick der sich uns dort dann aber bot, kostet einige von uns ziemliche Überwindung.
Die Höhle in der sich das Dorf befand war voll von diesen grässlichen kleinen Missgeburten, die gaffend und knurrend die beiden Mädchen beobachteten, welche sich voller Freude menschliche Körperteile einverleibten.
Wir versuchten uns besser in der Höhle aufzuteilen, vorbei unser Neuzugang Uli sogleich mit akrobatischen Sprüngen vorpreschte und Stellung am anderen Ende der Hölle bezog. Wir anderen Rückten Stück für Stück auf und versuchten und einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
Bis unser Priesterchen den bestialischen Anblick der beiden menschenfressenden Mädchen nicht mehr aushielt und angriff.
Sogleich lag die Aufmerksamkeit der abartigen Wesen auf uns und sie attackierten uns.
Die kleinen Zwerge waren keine sonderlich große Gefahr, jedoch machte ihre Anzahl den Kampf sehr mühsam.
Als sich dann noch die beiden verstörten Mädchen krampfend auf den Boden warfen und in werwolfartige Kreaturen wandelten, war es klar, dass wir die Kinder nicht mehr retten konnten.
Sie mussten sterben!
Leider gelang es der kleineren zu entkommen.
Ihre ältere Schwester wurde getötet und nahm die Form ihres menschlichen Körpers wieder an.
Die Gnome und das unsichtbare Wesen waren vernichtet. Wir hatten ein Kind ermordet und ein weiteres war als fleischfressendes Monster in den Wald geflüchtet.
Nachdem wir die Höhle durchsucht hatten, fand ich in einer der Holzhütten ein seltsames Kästchen.
Da das Schloss doch etwas komplexer war, nahm ich es an mich um mich zu einem späteren Zeitpunkt darum zu kümmern.
Um alle Beweise zu vernichten, ließ es mir nicht nehmen, nach unserer typischen Vorgehensweise zu handeln und alles niederzubrennen.
Außerhalb der Höhle würde durch das Feuer keinen größeren Schaden anrichten können und so war es die sicherste Methode all die Leichen am schnellsten verschwinden zu lassen.

Nach längeren Diskussionen und Überlegungen entschieden wir schlussendlich doch, dass wir uns vorerst von dem Dorf fernhalten sollten und verbrachten die stürmische und regnerische Nacht in einer abgelegenen Scheune.
Am nächsten Morgen machten wir auf den Weg zurück nach London.

Die Reise nach London war recht anstrengend und Dr. Doyle setzte mich und Warrington gütiger Weise direkt am Anwesen des Doktors ab.
Doch schon als wir uns der Tür näherten, wurde klar, dass etwas nicht stimmte.
Diese war aufgebrochen. Warrington und ich waren sofort kampfbereit.
Wir gingen ins Haus und teilten uns auf um nach den Eindringlingen zu suchen.
Alles schien wie eh und je. Bis auf den merkwürdigen Brief in meinem Schlafraum.

„Ihre Zeit ist abgelaufen. Grüße auf Moskau.“
Fassungslos starrte ich den mit kyrillischen Zeichen versehenen Zettel in meiner Hand an.
Das konnte unmöglich sein. Wie konnte man mich hier in England finden? Und das so schnell? Woher wussten sie, dass ich bei Warrington hauste? Und vor allem wer waren sie? Es kamen einfach zu viele in Frage…

Ich legte Warrington den Zettel vor und wir entschieden beide, dass es sicherer war die Nacht in der Loge bei den anderen zu verbringen.

Glücklicherweise kam es dort auch zu keinen weiteren Vorfällen mehr.

Am nächsten Morgen versuchte ich mich erneut an dem Schloss der kleinen Schatulle die ich aus dem Versteck der Gnome mitgenommen hatte und konnte es diesmal auch problemlos knacken.
Zu meiner Überraschung fanden sich 50 Pfund darin.
Das Glück scheint mir hold zu sein. Das Geld werde ich gewinnbringend anlegen.

(Tagebucheintrag: Nikolai Arno)

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Eine gescheiterte Mission und ein totes Schaf
Nikolai Arno

Donnerstag 28.01.1892
Nach dem Kampf gegen das Werwolfrudel, fuhren wir wieder zurück zu Lady Holly.
Dort versorgte Warrington meine Verletzungen. Jedoch kamen wir an einem Besuch im örtlichen Krankenhaus nicht vorbei.
Nachdem Doyle Jones bei seinem Hotel rausgelassen hatte, lieferte er Warrington und mich noch im Krankenhaus ab, bevor er sich wieder auf den Weg zu Lady machte, um dort zu nächtigen.
Gegen morgen fühlte ich mich schon wieder deutlich besser und fand mich mit den anderen bei Lady Holly zum Mittag ein. Nach einem sättigen Mal brachen wir jedoch auch schon wieder nach Edinburgh auf.
Kurz half ich unserem neuen Begleiter Leon seine Sachen zu packen und in der Kutsche zu verstauen. Dann ging unsere Reise auch schon weiter.
In Edinburgh angekommen führte uns unser Weg verblüffender Weise zu der Hintertür einer Bar.
Eine Rippersloge mit der Jones schon des Öfteren zu tun hatte.
Dort wurde uns ein Doctor Stuart McGregor vorgestellt, welcher ein Experte auf dem Gebiet des Rippertech zu sein schien.
Dieser stellte uns auch seine Operationsräume zur Verfügung, sodass mir Warrington die frisch erbeuteten Werwolfsaugen einpflanzen konnte und sich danach dann selbst auch einer dieser gewagten Operationen unterzog.

Freitag 29.01.1892
Am nächsten Morgen zeigte sich, dass die Operationen gut verlaufen waren. Und ein Bluttest bestätigte dass weder Warrington noch ich durch die Wolfsbisse infiziert wurden waren.
Da sich die meisten meiner Gefährten am heutigen Tag selbstbeschäftigten, nutzte auch ich meine Freizeit und stattete mich in der Waffenkammer der Loge mit einer neuen Waffe aus und vertrieb mir den restlichen Tag in einer Bar bei einigen Glückspielen.
Als ich diese jedoch verlassen wollte, kreuzten zwei Polizisten meinen Weg und nahmen mich wegen Mordverdacht gefangen.
Obwohl ich auf meine Unschuld plädierte, wollte man mir nicht glauben. Erst als der Doc auftauchte und mit eindeutigen Beweisen belegen konnte, dass ich unmöglich der Mörder sein konnte, ließ man mich gehen.
Das Priesterchen war so gütig mich zur Loge zurückzubegleiten wo ich mir erstmal von der versammelten Mannschaft was anhören durfte.
Samstag 30.01.1892
Um der Werwolfplage Einheit zu gebieten, machten wir uns auf um den Alphawolf des Rudels zu finden und auszulöschen.
Dabei führte uns unser Weg nach Aberdeen.
Dort angekommen begaben wir uns erstmal zu Bett um für die morgige Wolfsjagt gewappnet zu sein.

Sonntag 31.01.1892
Unser Team versammelte sich in einer Wirtschaft um das weitere Vorgehen zu planen.
Leon brachte uns zu einer Stelle im Wald an der Werwölfe gesichtet wurden und führt uns seine selbstentwickelte Waffe vor. Außer einen Hasen aufzuschrecken, bewirkte der schrille Kasten jedoch nichts.
Mithilfe eines Schafes versuchten wir dann die Werwölfe anzulocken, jedoch blieb auch dies ohne Erfolg.

Montag 01.02.1892
Wir gaben die Jagd auf die Werwölfe auf und kehren zurück nach London.
Dort erwartet uns bereits unsere nächste Mission.
Jones hatte einen Brief von David Turner mit einer Einladung zu einer feierlichen Archäologieausstellung erhalten.
Da jedoch nur er und Doyle an dieser Veranstaltung teilnehmen können, mussten wir anderen uns überlegen wie wir uns unbemerkt unter die Gäste mischen konnten.
Ich entscheide mich dafür mir die Arbeitskleidung von einem Butler „zu leihen“.

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Eine erlebnisreiche Reise nach Schottland

Fr., 22.01.
Ich habe schlecht geschlafen und wache schweißgebadet auf; schon wieder einer dieser Alpträume. Kurz hänge ich ihm in Gedanken nach, bemühe mich dann aber aus dem Bett. Heute trifft sich unsere Gruppe wieder in der Loge, nachdem wir eine Woche pausiert haben um etwas Gras über die Sache in Norwich wachsen zu lassen. Ich hoffe doch sehr, dass unsere künftigen Aufträge glimpflicher ablaufen werden…
Es ist bereits abends als das Treffen stattfindet und ich fühle mich immer noch nicht sehr gut, versuche es aber nicht auffallen zu lassen. Jeder erzählt ein wenig, was er die Woche über getrieben hat; Nicolai scheint sich bereits gut eingelebt zu haben und auch die anderen schienen alle wohlauf.
Die Stimmung wird etwas gedämpft als Sir Bentley in den Raum kommt und uns eine Ausgabe der Tageszeitung von Norwich auf den Tisch legt. Dort ist in einem größeren Artikel über das abgebrannte Haus und die Entführung von Sir Douglas zu lesen. Leider lesen wir ebenfalls, dass sich die Täterbeschreibung, die ein Bauernehepaar der Polizei gegeben hat, sich mit den Tätern des Überfalls auf einen Gentlemen´s Clubs in London deckt. Wir geben uns schuldbewusst und versprechen, in Zukunft vorsichtiger zu arbeiten.
Als sich die Stimmung wieder etwas lockert, klärt uns Sir Bentley auf, dass morgen Abend ein Treffen mit einigen unserer wichtigsten Geldgeber stattfinden wird. Er stellt uns diese kurz vor:
Es wird ein gewisser Sir Theodor Anderson anwesend sein, der nach eigenen Angaben von Engeln zu den Rippers geschickt wurde. Ebenso werden wir Lady Alice Beaufort treffen, deren Mann bedauerlicherweise von einem Werwolf umgebracht wurde, sowie einen Sir Edward Redwood, ein Industrieller in dessen Fabrik eine Hexenjagd endete und der sich daraufhin den Rippers als Unterstützer anschloss. Den restlichen Abend und nächsten Tag verbringen wir vorbereitend auf das Treffen. Schließlich ist nicht jeder in unserer Runde mit den üblichen Gepflogenheiten des wohlhabenden Standes vertraut.
Sa., 23.1. – Abend
Als es dämmert, treffen wir uns schließlich in der Loge, wo nach kurzer Zeit auch unsere drei Gäste eintreffen.
Wir unterhalten uns und es ist eine gemütliche Runde. Lady Beaufort setzt sich beim anschließenden Dinner direkt neben mich und da sie sie sich sehr interessiert an meiner Arbeit zeigt, erkläre ich ihr ein wenig über Ägypten. Dieses Land scheint sie wirklich sehr zu interessieren und ich blühe in meinen Ausführungen über die altägyptische Geschichte auf, da auch ich nicht leugnen kann, dass es eines der sehenswertesten Länder ist, in dem ich bisher war. Am Rande bekomme ich noch mit, dass sich Dr. Warringten mit Sir Redwood ansatzweise über Rippertech unterhält und dass sich unser Priester mit Sir Anderson auseinandersetzt, der allem Anschein nach aber etwas eigen zu sein scheint. Als ich aus dem Augenwinkel sehe, dass Alexander wohl gerade versucht, sich aus der Bredouille zu reden, muss ich etwas schmunzeln.
Als sich  die allgemeine Unterhaltung etwas gelegt hat, wendet sich Lady Beaufort nochmal an uns alle. In ihrem Gesicht ist Besorgnis zu lesen. Sie berichtet von einer Freundin ihrerseits, Lady Isabella Holly, die ihr von Problemen mit Werwölfen in Aberdeen, Schottland berichtet hatte. Bereitwillig erklären wir uns einverstanden, so bald wie möglich nach Schottland aufzubrechen. Ich freue mich bereits jetzt auf meine Heimat und hoffe, dass wir ebenfalls nach Edinburgh kommen werden. Dort gibt es eine größere, einflussreiche Loge, mit der zusammen zu arbeiten sicherlich von Nutzen wäre. Dazu hätte ich dort endlich wieder die Möglichkeit, meine Familie und meine Liebste zu besuchen.
Bevor das Treffen endet erhalten wir von Lady Beaufort noch 50 Pfund für die Reisekosten und ich selbst erhalte von Sir Bentley einige Silberkugeln für meine Schusswaffe, die ich mit der Aussicht auf Werwölfe dankend annehme.

Mo. 25.1.
Um 9 Uhr morgens sitzen wir bereits im Zug nach Schottland und sind schon gespannt auf unser nächstes Abenteuer. Da wir alle noch kein Frühstück zu uns genommen haben, gesellen wir uns im Speisewagen zusammen und holen dies dort nach. Ich versinke etwas in Gedanken und werde erst von Dr. Warringten aus Diesen gerissen, der meint ich sähe niedergeschlagen aus. In der Tat muss ich seit einer Weile an meine Liebste, Abigail White ist ihr Name, denken, die in Edinburgh auf mich wartet. Ich erzähle ein wenig von unserer gemeinsamen Vergangenheit und schwelge in Gedanken. Ich hoffe sehr, dass ich die Möglichkeit haben werde Sie zu treffen.
Wenig später berichtet uns Dr. Warringten flüsternden Wortes, er habe an einem Nebentisch ein Gespräch über einen merkwürdigen Mann belauscht. Ich sehe hinüber und erblicke zwei Paare, die dort sitzen und sich unterhalten.
Wir einigen uns, dem Ganzen auf den Grund zu gehen. Während Dr. Warringten, Nicolai und Alexander zurück in die 2. Klasse gehen, sehen Dr. Doyle und ich uns im Bereich der 1. Klasse um, wo auch die zwei Damen und Herren in ihre Kabine gegangen sind. Leider bleiben uns weitere Informationen verwehrt und wir setzen uns zur Ruhe, in der Hoffnung, dass nichts weiter dahinter steckt.
Etwas später bemerken wir, wie plötzlich der Zug stehen bleibt. Mittlerweile sind wir schon an die 6 Stunden unterwegs.Nach einem kurzen Blick aus dem Fenster stellt sich heraus, dass wir mitten in wilder Landschaft stehen, weit uns breit keine Stadt in Sicht. Aufgebracht treffen wir uns wieder und bringen in Erfahrung, dass wohl ein Schaden an der Lok vorliegt und der Zug in wenigen Minuten weiterfahren sollte.
Nicolai und Alexander berichten uns, dass sie in der Zwischenzeit einen gewissen Herrn Gregory McBoyt getroffen haben, der alleine reist und vermutlich auch derjenige ist, über den die beiden Paare von vor einiger Zeit gesprochen haben. Es ließ sich anscheinend nichts weiter über ihn herausfinden, jedoch scheint er etwas zwielichtig zu wirken und so entscheiden wir uns, weiter auf der Hut zu sein.
Nachdem sich nun Nicolai zu Wort gemeldet hatte, er sähe etwas im Wald huschen, sind wir alarmiert und gehen nach draußen um nach der Lok zu sehen. Schließlich hätte der Zug schon vor geraumer Zeit weiterfahren sollen, was bisher aber noch auf sich warten lässt. Draußen bei den Mechanikern lässt sich jedoch nicht mehr herausfinden.
Ich bemerke, als ich neben Nicolai stehe, dass er sehr nervös ist und immer wieder zum Wald sieht. Sollten uns hier etwa schon die ersten Werwölfe begegnen?
Uns fröstelt es und wir entscheiden uns, wieder in den Zug zu gehen. Dr. Warringten wurde mittlerweile auch über Mr. McBoyt informiert und erklärt sich bereit zu versuchen mehr Informationen über ihn zu sammeln. Alle außer Dr. Warringten begeben sich wieder in den Speisewagen um dort unsere ausgekühlten Körper mit einer Tasse Tee zu wärmen.
Ich konnte schon die ganze Zeit beobachten wie Nicolai immer wieder nervös aus dem Fenster gesehen hatte und sehr angespannt schien. Als ich ihn jedoch gerade ansprechen will, steht er plötzlich auf und meint, erneut etwas im Wald gesehen zu haben. Bevor er noch allein nach draußen geht, wo es mittlerweile schon dunkel ist, stehen wir ebenfalls auf und folgen ihm nach draußen, wo bereits Schnee liegt und es entsprechend kalt ist. Dennoch entscheiden wir uns fackeltragend mit Nicolai zum Waldrand zu gehen und nachzusehen, was er dort immer gesehen hat.
Dort angekommen folgen wir einem knackenden Geräusch, dann verwischten Spuren im Schnee. Als die Spuren frischer werden, erkenne ich erst, dass es sich um Wildschweinspuren handeln muss! Just in diesem Moment hören wir die Pfeife des Zuges und nehmen unsere Beine in die Hand. Nicht auszumalen, was passieren würde, würden wir hier in der Nacht auf Wald und Wiese zurückbleiben!
Nicolai ist schon viel weiter vorn als ich Dr. Doyle noch rufen höre. Anscheinend sei Alexander gestürzt. Ich renne weiter. Beim Zug angekommen versuche ich abgehetzt, den Schaffner zu finden. Als ich bei ihm ankomme, erkläre ich nach Luft schnappend kurz die Situation. Glücklicherweise erklärt er sich einverstanden, den Zug noch warten zu lassen. Besorgt warte ich an der Zugtür auf Dr. Doyle, der Alexander stützt, an dessen Gesicht man ihm die Schmerzen bereits ansehen kann. Wir bringen ihn in die 2. Klasse, wo auch Nicolai und Dr. Warringten wieder zu uns stoßen.
Dr. Doyle kümmert sich sogleich um das verstauchte Bein des Priesters und versorgt ihn mit einer provisorischen Schiene sowie mit Morphium um die Schmerzen etwas zu lindern.
Als sich alle etwas beruhigt und aufgewärmt haben, erläutert uns nun Dr. Warringten, was bei seinem Gespräch mit Mr. McBoyt herausgekommen ist. Wir erfahren, dass er nach eigenen Angaben ein Antiquitätenhändler aus Schottland ist und dass Dr. Warringten ihm einen interessante Schriftrolle abnehmen konnte, nachdem er ihm mit etwas Morphium schlafen gelegt hatte. Als Alexander sich die Schriftrolle ansieht und durchliest erklärt er uns, dass es sich wohl um eine Art magischen Gebet handeln muss, mit dem einem für kurze Zeit das Fliegen ermöglicht wird. Ich habe ja schon viel erlebt und gesehen aber im Stillen beschließe ich, das erst zu glauben wenn ich es sehe. Wir entscheiden uns, die Rolle Dr. Doyle anzuvertrauen, da er mit dem eigentlich Besitzer bisher am wenigsten Kontakt hatte.
Kurze Zeit später teilen wir uns wieder auf und ruhen unseren Abteilen bis zum nächsten Morgen.
Di. 26.1.
(to be continued)

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Neuer Mitstreiter und neue Erkenntnisse
Tagebucheintrag von Alexander Blackwell, Januar 1892

Einige durchaus ereignisreiche Tage liegen hinter uns muss ich gestehen, so ereignisreich dass ich erst jetzt dazu komme all die Geschehnisse nieder zu schreiben.
Als wir nach Norwich aufbrachen hatte ich nicht erwartet dass uns Gott vor so viele Prüfungen stellen würde und noch weniger hatte ich erwartet dass wir uns als überaus ungeschickt erweisen würden.

Dr. Warringten hatte es dank seiner Beharrlichkeit geschafft uns in den Gentlemen’s Club einzuschleusen, jedoch musste er um seine und unsere Deckung zu wahren das Gebäude wieder verlassen. Mr Jones, Dr. Doyle und ich versteckten uns in der oberen Etage bis sich die Aufregung gelegt hatte und wir es wagten konnten die dortigen Räumlichkeiten zu erkunden. Ich bewunderte Mr Jones und Dr. Doyles selbstsicheres auftreten als sie auf einen Angestellten trafen welchen sie mit ihrer Wortgewandtheit erfolgreich zum gehen bewegen konnten.

Als die Luft rein war begannen wir den großen Raucherraum zu durchsuchen, jedoch konnten wir nichts wichtiges entdecken außer den zu erwartenden Zigarrenstummeln. Nach reichlicher Überlegung entschlossen wir uns wieder nach unten zu begeben um uns unter die Mitglieder zu mischen obwohl ich deutliche Zweifel verspürte mich in der Gesellschaft der edel gekleideten Herren einfügen zu können.

Meine Zweifel sollten sich leider bestätigen als der Garderobiere uns trotz unserer (von Dr.Warringten gestohlenen) Ausweise als Nichtmitglieder identifizieren konnte. Um unentdeckt zu bleiben mussten wir leider zu härteren Mitteln greifen. Meine beiden Gefährten überwältigten den Mann mit Leichtigkeit, fesselten ihn und zerrten ihn anschließend in den angrenzenden Raum in dem die Mäntel und Jacken der Gentlemen aufbewahrt wurden. Als wir den Knebel entfernten um den Garderobiere zu befragen begann dieser leider zu schreien, woraufhin Dr. Doyle ihn leider außer Gefecht setzten musste. Ich war überwältigt und erstaunt von seiner Stärke, welche ich ihm nicht zugetraut hätte! (Wahrlich verblüffend, als auch beeindruckend!)

Leider hatte der Portier, welchen Dr. Warringten zuvor überlisten konnten, die Schreie vernommen und wollte seinem Kollegen zur Hilfe eilen weshalb wir leider auch ihn in Gewahrsam nehmen mussten. Er war jedoch weitaus kooperativer. Er erzählte uns dass sein Kollege, Steve, gesehen hatte wie ein Mitglied des Gentlemen’s Clubs näheren Umgang mit dem Prinzen pflegte und dass er seine Vermutungen niedergeschrieben hatte.

Nach einigen weiteren Unannehmlichkeiten hatten wir letztendlich auch den Schlüssel gefunden welcher uns den Zugang zu den persönlichen Habseligkeiten gewährte. Schnell fanden wir das Tagebuch des Angestellten und versuchten so schnell wie möglich den Gentlemen’s Club zu verlassen. Glücklicherweise gelang uns dies auch ohne weitere Zwischenfälle. (Es erleichtert mich dass niemals jemand von dieser Peinlichkeit erfahren wird. Die anderen Logen würden uns niemals ernst nehmen wenn sie wüssten dass wir einen solch einfachen Auftrag so ungeschickt bewältigt hatten.)

Als wir wieder zu Dr. Warringten stießen stellen wir fest dass uns Sir Bentley Verstärkung geschickt hatte. Ein großgewachsener Russe namens Nikolai Arno. Wir informierten beide flüchtig über die Geschehnisse im Club ehe wir uns eine Taverne suchten in der wir das entwendete Tagebuch genauer ansahen. Daraus konnten wir entnehmen, dass ein gewisser Theodor Douglas dem Prinzen verdächtig nahe gekommen war. Steve berichtete davon dass er gesehen habe wie er Prinz Albert Victor etwas in seine Getränke gemischt hatte, doch als er seinen Vorgesetzten davon erzählte wollte ihm keiner glauben.

Wir hingegen sahen darin einen brauchbaren Hinweis! Wir teilten uns auf und hörten uns um. Erneut war es Dr. Warringten der uns in unserer Mission weiter voran brachte. Er hatte herausfinden können dass Theodore Douglas etwas außerhalb von Norwich hauste. Da sich das Anwesen jedoch vier Meilen entfernt befand hatten wir beschlossen uns erst am nächsten Tag auf den Weg zu machen und uns in unseren Gaststätten oder Hotels zur Ruhe zu legen. Dr. Doyle hatte mir das Angebot gemacht auf seine Kosten in seiner Unterkunft zu hausen, doch konnte ich das großzügige Angebot nicht annehmen, da ich meinem Mitstreiter nicht auf der Tasche liegen wollte.

Am nächsten Tag organisierten wir eine Kutsche womit wir, dank Dr. Doyles Hilfe, zu Mr Douglas Anwesen gelangten. Wir beschlossen gemeinsam dass es wohl das beste wäre unseren Mr Jones und Dr Doyle vorzuschicken, da ihre noble Erscheinung vermutlich weniger auf Ablehnung stoßen würde als Dr. Warringtens, Mr Nikolais und mein im Vergleich simples Auftreten.

Als sie zurück kamen berichteten sie uns davon dass auf ihr Klopfen keiner reagiert hatte, sie jedoch eindeutig Stimmen vernehmen konnten. Ich muss zugeben dass ich mich über unsere nicht sonderlich ehrenhafte Vorgehensweise schäme, doch blieb uns keine andere Wahl als uns selbst Zutritt durch die Kellerluke zu verschaffen. Erneut beschlossen wir (nachdem Dr. Warringten sein Gelüst nach dem sich in der Speisekammer befindlichen Schinken gestillt hatte) uns aufzuteilen.

Mr Nikolai blieb bei dem Herrn Doktor während ich mich Dr. Doyle und Mr Jones anschloss um das obere Stockwerk zu erkundigen. Wir mussten jedoch feststellen dass die Stimmen von zuvor verstummt waren und sich eine unangenehme Stille über das Anwesen gelegt hatte, welche zur besonderen Vorsicht aufrief. Wir mussten außerdem feststellen, dass das Zimmer in dem Mr Jones zuvor die Stimmen gehört hatte verschlossen war.

Bevor ich mich versah ging alles drunter und drüber. Feuer war im Keller ausgebrochen und Dr. Warringten und Mr Nikolai stießen zu uns. Nahezu verzweifelt versuchten wir die Tür zu dem verschlossenen Raum aufzubrechen in der Hoffnung etwas zu finden das uns in unserem Auftrag weiterhelfen würde. Mit vereinten Kräften konnten wir letztendlich die Tür aufbrechen und einen Mann vor dem sicheren Feuertod retten. Unser Forscher, Mr Jones, konnte außerdem ein weiteres Tagebuch sicher stellen. Während Mr Nikolai sich den ohnmächtigen Mann über die Schulter warf schaffte es Dr. Doyle eines der Küchenfenster einzuschlagen, durch welches wir alle entkommen konnten.

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Kaum hatten wir das brennende Haus verlassen sichteten wir zwei Gestalten in der Ferne welche versuchten von dem Gelände zu fliehen. Während Dr. Doyle und Nikolai sich auf den Weg zur Kutsche machten um den bewusstlosen Mann zu versorgen rannten die restlichen von uns hinterher. Da ich mir in meiner Not nicht anders zu behelfen wusste bat ich Gott darum mir die Kraft zu geben die Flüchtenden zu stoppen – was mir auch gelang. Leider hatte ich meine Kraft falsch eingeschätzt und eine der Frauen schwer verletzt, während ich die andere Dame zu Boden geworfen hatte.

Mr. Jones und Dr. Warringten kümmerten sich um die beiden und führten sie (die eine Frau in Ketten gelegt) zur Kutsche während ich mich innerlich dafür schalt so rücksichtslos gehandelt zu haben. Meine Schuldgefühle verstärkten sich um so mehr als die Dame unter Tränen beteuerte eine Bedienstete von Mr Douglas zu sein die nichts weiter wollte als Hilfe zu holen. Ich bat Dr. Warringten darum sie von den Ketten zu lassen, doch er hörte nicht auf mich…letztendlich eine sehr weise Entscheidung wie sich später herausstellen sollte.

Bei der Kutsche angekommen hatten unsere Mitstreiter darüber informiert dass es sich bei dem ohnmächtigen Mann in der Tat um Theodore Douglas handelte. Der Mann war während unseres Gefechts kurz zu Bewusstsein gekommen und hatte Dr. Doyle und Mr Nikolai vor zwei Hexen gewarnt. Leider konnte er sich nicht lange genug wach halten um die Damen zu identifizieren, weswegen wir noch immer im Zweifel waren. Wir entschieden uns dafür uns erst einmal um Mr Douglas zu kümmern, welcher dringend Hilfe benötigte.

Da wir nun drei Leute mehr waren mussten wir uns regelrecht in die Kutsche quetschen. Mr Nikolai saß neben der gefesselten Dame während Mr Jones und ich die bewusstlose Frau auf unseren Schoß gehievt hatten. Aus dem winzigen Fenster konnte ich erkennen wie wir bei einem Bauernhof einbogen. Ich weiß nicht genau was dann vor sich ging, doch Dr. Warringten und Dr. Doyle brachten Mr Douglas ins innere des Bauernhofes, während ich mit meinen anderen Gesellen in der Kutsche wartete.

Mir fiel auf wie eine der Frauen versuchte unbemerkt etwas unter ihrem…nun, unter ihrem Rock hervorzuziehen, weswegen ich Nikolai darum bat nachzusehen. (Ich konnte nicht von mir behaupten dass ich ein Feigling war, doch ich hatte noch nicht einmal die Knie einer Frau gesehen und ich wollte es gerne weiterhin so handhaben.) Hervor kam ein Dolch mit dem sie sich vermutlich freikämpfen wollte.

Nur wenige Augenblicke später schlug sie erneut zu, dieses mal aber mit Erfolg. Ehe ich mich versah hatte ich eine üble Wunde, welche mich im darauf folgenden Gefecht auf schmerzliche Weise einschränkte. Gott sei Dank hatte ich meine Gefährten an meiner Seite welche mir halfen die beiden Hexen zu beseitigen.
Mr Nikolai sagte mir ich sei ihm nun etwas schuldig, was genau das bedeuten soll weiß ich aber nicht genau. Mr Jones brachte mich dann zu unseren beiden Doktoren, welche sich fürsorglich und kompetent um meine Verletzung kümmerten. Ich fühlte mich schlagartig besser und ich bin mir sicher dass diese Verletzung keine weiteren Folgen nach sich ziehen wird. Ich bin ihnen allen sehr dankbar.

Nach geraumer Zeit in der alle versorgt und stabilisiert wurden machten wir uns weiter auf den Weg nach Norwich. Unterwegs entledigten wir uns noch den Leichen. Dr. Warringten entnahm ihnen Blut und untersuchte ihre Körper. Natürlich sah ich dabei weg, da ich mir nicht sicher war ob ich das sehen wollte. Im Nachhinein erzählte er mir dass er den Hexen Zähne und Blut für Forschungszwecke entnommen hatte…ich bin bereits gespannt was er uns darüber erzählen können wird. Nachdem wir die Leichen verbrannt hatten kehrten wir in eines der Hotels zurück und warteten darauf dass Mr Douglas wieder zu Bewusstsein gelangen würde.

Als er wieder gänzlich bei sich war konnten wir dank ihm und seinen Aufzeichnungen das Geheimnis um Prinz Albert Viktors erneute Erkrankung lüften. Mr Douglas hatte mit den Hexen eine Abmachung getroffen: Wenn er sich ihren dunklen Machenschaften verschreiben würde, so würden sie ihm im Gegenzug zu Reichtum verhelfen.
Also hatte er versucht den Prinzen zu vergiften während er sich in seinem eigenen Hab und Gut weidete.
Ich riet Mr Douglas zu einer Beichte auf dass seine Sünden vergeben werden würden, doch er schien meinem Vorschlag nicht viel abverlangen zu können.
Dank Mr Jones konnten wir ihm noch weitere Informationen entlocken, zum Beispiel dass das Gift von den Hexen angemischt und anschließend Mr Douglas überreicht wurde. Außerdem hatte der Mann versucht aus dem Deal auszusteigen, doch war es ihm nicht gelungen. Die Angst hatte ihn weiter angetrieben für die Hexen zu arbeiten. Dennoch fiel es mir schwer Mitleid für den Mann zu empfinden..vermutlich muss ich an meiner Fähigkeit zu vergeben noch arbeiten.

Nach einer kurzen Besprechung entschieden wir uns dagegen noch eine weitere Nacht in Norwich zu bleiben, also packten wir unsere Habseligkeiten und machten uns – mitsamt Mr Douglas – auf den Weg nach London, wo wir ihn der Van Hellsing Loge übergaben, welche den Herrn in ihren Zellen in Gewahrsam nahmen.

Wir nutzten die verbleibenden Stunden des Abends dazu Sir Bentley von den Geschehnissen zu unterrichten. Auch konnte ich herausfinden dass es sich bei dem Dolch den wir der Hexe abnehmen konnten um ein verfluchtes Objekt handelt. Ich war mir sicher dass durch ihn zugefügte Wunden nur auf natürliche Heilung wieder abklingen würden.

Allerdings gab es auch eine mehr als schlechte Nachricht. Trotz unserer Bemühungen herauszufinden was Prinz Albert Viktor fehlt und was zu seiner Erkrankung beigetragen hatte konnten wir ihm nicht helfen. Der Prinz verstarb am 14. Januar 1892 an den Folgen seiner Vergiftung.

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Für die kommende Woche kündigte Dr Warringten an, dass er die folgenden Tage mit der Erforschung der Substanzen verbringen würde. Außerdem müsse er in der Klinik arbeiten, sagte er. Auch Mr Hugh erzählte mir dass er seinem Handwerk nachgehen würde, während Nikolai bei Dr. Warringten untertauchen würde. Zudem erwähnte er dass er sich gerne London ansehen würde, da er noch nie zuvor hier gewesen ist. Ich bewunderte ihn für seinen Neugierde. Ich glaube wenn ich ein gesuchter Krimineller wäre hätte ich es nicht gewagt auf den Straßen umherzuwandern.

Ich werde vermutlich die kommenden Tage damit verbringen den Menschen in den Armenvierteln zu helfen. Die Menschen brauchten jemand der sich um sie kümmerte, und wenn es niemand außer mir tun würde war ich gerne bereit zu helfen. Zudem hat mich Dr. Doyle zu einer seiner Vorlesungen eingeladen. Eine solch freundliche Einladung konnte ich keines Falls abschlagen. Außerdem war ich sehr interessiert daran was ich wohl neues über das menschliche Verhalten erfahren würde.

Nun sollte ich meine Aufzeichnungen aber beenden. Es ist schon spät und das Licht meiner Kerze nahezu erloschen. Ich bin erschöpft von der langen Reise und sehne mich nach meinem hoffentlich wohl verdienten Schlaf. Daher werde ich mich nach meinem allabendlichen Gebet zur Ruhe legen.

Auf dass unsere zukünftigen Missionen ohne solch unnötigen Komplikationen von Statten gehen und wir alle gute Freunde werden. Und möge Gott uns beistehen.

Tum Deus misereatur tui.

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